18 Zero Waste Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Wie kannst du einfacher, gesünder und umweltbewusster leben, Abfall reduzieren und Geld sparen, ohne dabei an Komfort zu verlieren?

#1 Stofftaschen

Stofftaschen sind robust, ewig wiederverwendbar und begleiten dich im Supermarkt, am Markt und in den unverpackt Läden. Sie ersetzen die unzähligen Plastiktüten, die meistens nur ein paar Stunden im Einsatz sind, bevor sie im Müll landen.
Mittlerweile gibt es ganz viele verschiedene Stofftaschenmarken und eine Auswahl ist im Shop erhältlich.

#2 Alte T-Shirts

Ganz einfach zugeschnitten und ohne nähen haben alte T-Shirts zuhause und unterwegs unzählige Einsatzmöglichkeiten: Serviette, Nastuch, Haushaltspapier, Feuchttücher für unterwegs oder den Babypo, Putzlappen, Schnur, Windelvlies, Ohrputzlappen, …! Ich habe mir die alten T-Shirts zu 15x15cm Lappen zurecht geschnitten und habe immer welche dabei und in der Küche gibt’s einen Korb mit den sauberen und einen mit den dreckigen. Auch alte Jersey-Bettanzüge eignen sich wunderbar dazu.

#3 Abschminkpads & Stoffstilleinlagen

Abschminkpads und Stoffstilleinlagen sind rund und weich und ersetzen wunderbar die Wegwerfversion. Sie sind in verschiedenen Formen, Farben und Materialien erhätlich.
Die Anae Abschminkpads  und wiederverwendbare Stilleinlagen sind im Shop erhältlich.

#4 Stoffwindeln

Stoffwindeln sind heutzutage praktisch, einfach, nachhaltig und chic. Es gibt sie in unendlich vielen Farben, Formen und Materialien und es ist eine wahre Freude, das Baby anständig anzuziehen, anstatt es in die Wegwerfdinger zu stecken 😉 Dazu passen kleine Stofflappen zum abwischen des Babypos.

#5 Furoshiki

Furoshiki ist die japanische Tradition, diverse Sachen und Geschenke elegant in ein wiederverwendbares Tuch einzupacken. Die Tücher sind Farbenfroh, bedeutungsvoll und vielseitig einsetzbar: als Geschenkpapier, als Taschen, als Halstuch usw. Und wenn’s die Kinder mal im Griff haben, liiieben sie es, diverse Sachen einzupacken und zu verschenken 😉

#6 Bambuszahnbürste

Bambus- oder Holzzahnbürsten sind kompostierbar und ihre Verpackung ist aus recycling Material, im Gegensatz zu den Plastikzahnbürsten, welche auch noch in Plastik eingepackt sind. Man muss jedoch beachten, dass die Borsten in den meisten Fällen trotzdem aus Plastik bestehen und im Abfall entsorgt werden müssen.
Bambuszahnbürsten sind im Shop erhältlich.

#7 Rasierhobel, Pinsel & Rasierseife

Rasierhobel, Pinsel und Rasierseife ersetzen Einwegrasierer und Rasiergel.

#8 Zahnseide

Ich habe sie lange gesucht und endlich gefunden: die vegane, plastikfreie zero waste Zahnseide von Bambusliebe, im Glasflakon und mit recycelbarem Karton verpackt (im Afriska-Shop erhältlich). Und dazu gibt es die Nachfüllpackung mit zwei Rollen à 30m. Vorher kannte ich nur die plastikfreie Zahnseide von Vömel: nicht vegan, da aus richtiger Seide. Oder die vegane Zahnseide von Zahnseidenkampagne: vegan aber aus Plastik. Der einzige Nachteil der Zahnseide von Bambusliebe: sie ist  nicht ganz so reissfest wie richtige Seide oder Plastikzahnseide. Bei sehr engen Zähnen muss man damit vorsichtig umgehen. Davon abgesehen bin ich hell begeistert und nehme diesen kleinen Nachteil gerne in Kauf!

#9 Menstruationstasse

Eine einzige Menstruationstasse ist über viele Jahre lang wiederverwendbar, ist leicht zu benutzen, hygienisch, praktisch und gesünder. Sie verhindert riesige Abfallberge, die wir sonst mit den handelsüblichen Tampons und Binden jeden Monat für unsere Intimhygiene produzieren würden.
Mehr zur Menstruationstasse!
Natürlich sind auch Stoffbinden, Schwämmchen und Menstruationsunterwäsche tolle Alternativen, welche im Shop erhältlich sind!

#9 Urinierhilfe

Mit der Urinierhilfe kann Frau überall und ohne sich ganz auszuziehen stehend pinkeln. Urinierhilfen sind zwar alle aus Plastik oder Silikon, dafür aber ewig wiederverwendbar und man verzichtet am Open Air auf die Wegwerfpappdinger und in der freien Natur auf das Taschentuch oder Toilettenpapier, das man so oft hinter dem Gebüsch findet.
Hier erfährst du mehr über die Urinierhilfe. Im Shop sind die Freelax und die Pibella erhältlich.

#10 Fest statt flüssig

Shampoo, Haarspülung, Handseife, Körperseife, Körpercreme, Deo und Zahnpasta gibt es auch fest in Blockform. Verzichtet man bei der Herstellung auf Wasser, wird das Produkt haltbarer, braucht weniger Chemie und Konservierungsstoffe, es wird weniger Gewicht in der Gegend umher transportiert, man kann auf (Plastik)Verpackung verzichten und die Produkte sind sehr ergiebig. Man kann diese Produkte ziemlich einfach auch selber herstellen. Hat man aber dazu nicht genug Zeit, gibt es viele interessante Hersteller und manche Produkte sind im Shop erhältlich:
www.creamy-stuff.ch – www.seifenstück.ch (www.natur-pur-shop.ch) – www.seifensiederin.ch – www.naturalala.ch –  www.suederei.ch – www.heiligkreuzer-seife.ch – www.drachenmond.ch – www.toggenburger-naturseifen.ch – www.ptitechipie.com – www.myseife.ch – www.lamazuna.de – www.denttabs.de

#11 Strohhalme

Trinkhalme gibt es wiederverwendbare aus diversen Materialien: Glas, Edelstahl, Bambus, Papier, Karton, Teigwaren und… Stroh! Sie ersetzen die kleinen Plastikröhrchen, die nur kurz im Einsatz sind und dann im Müll (oder im Ozean) landen. Als erstes stellt sich mir aber die Frage: wie oft kann man einfach ganz auf Strohhalme verzichten? Zweitens ist es ökologisch nicht sinnvoll, einen Wegwerftrinkhalm aus Plastik durch einen Wegwerftrinkhalm aus einem anderen Material zu ersetzen wie Papier, Karton, Stroh und Teigwaren. Auch Bambustrinkhalme sind nicht ewig wiederverwendbar und relativ heikel. Glastrinkhalme die in der Nähe produziert werden und die man sorgfältig behandelt machen durchaus Sinn. Die Edelstahltrinkhalme werden zwar alle* in China produziert, halten aber ein Leben (oder mehrere) lang.

*Auch wenn die Marke aus der Nähe ist, alles was Edelstahl ist, wird in China produziert. Ganz ehrlich 😉

#12 Besteck für unterwegs

Mit leichtem Bambus- oder Edelstahlbesteck kann man unterwegs oder an Parties auf das Einwegbesteck verzichten! Oder man braucht ganz einfach das normale Besteck von zuhause 😉

#13 Kaffeemaschine ohne Kapseln

Wie auch immer der Kaffee…bitte ohne Kapseln.
Da Kaffee beim Anbau viel Ressourcen braucht und von weither transportiert wird, macht es auch Sinn, seltener, dafür aber genussvoller einen guten Kaffee zu geniessen.

#14 Glasflaschen, Edelstahlflaschen und -Trinkbecher

Glasflaschen, Edelstahlflaschen, Edelstahl- und Bambustrinkbecher gibt es in allen Formen, Farben und Grössen und es trinkt sich so viel eleganter und nachhaltiger daraus! Zu hause oder im Büro eignen sich die Glasflaschen, da man anscheinend aus durchsichtigen Trinkflaschen öfters und mehr trinkt. Unterwegs sind die Edelstahltrinkflaschen praktischer, weil sie leichter und robuster sind. Der Morgenkaffee lässt sich im mitgebrachten Edelstahlbecher oder Bambusbecher wunderbar geniessen. Für die Gartenparty ist ein grosser Getränkespender aus Glas mit selbst Gemachtem ein Hingucker!

#15 Gefässe aus Glas, Metall, Emaille & Holz

Behälter für Essensreste, Aufbewahrungsgefässe, Picknickdosen, … es gibt sie aus Glas, Metall, Emaille oder zum Teil aus Holz und meistens hat man sie schon zuhause als wiederverwendete Konfigläser, Essigflaschen oder Bonbondosen…
Oft haben wir die Schränke aber schon voll Plastikdosen und -Flaschen. Sofern die Qualität bedenkenlos ist, ist es meiner Meinung nach viel nachhaltiger zu brauchen, was man schon hat, als eine neue öko-Variante zu kaufen. Auch wenn es nicht „öko“ aussieht, sitzt man dann halt mit der Tupperware-Dose aus Plastik beim Picknick 😉

#16 Ab zum Profi

Beim Profi direkt einkaufen bedeutet meistens mehr Spielraum: der Bäcker gibt das Brot direkt in die Stofftasche, der Käser die Milch direkt in die Milchkanne aus Metall, der Metzger die Pouletbrust direkt in den Glasbehälter, … So werden auch die lokalen Kleinunternehmer unterstützt, meistens trifft man sympathische Leute unterwegs und man erfährt viel leichter, ob die Qualität auch stimmt 🙂

#17 Markt

Auf dem Markt lässt es sich wunderbar ohne Verpackung und direkt beim Hersteller einkaufen.  Meistens ist es dort auch einfacher, lokal und saisonal einzukaufen und man trifft das halbe Dorf zum plaudern noch dazu 🙂

#18 Unverpackt Läden

In den unverpackt Läden bringst du deine eigenen Gefässe und Stofftaschen mit, um sie mit leckeren und praktischen Produkten zu füllen. Sie sind seit 2015 hoch im Kurs und tauchen in jeder Stadt auf. Die Inhaber sind ausserdem hochmotivierte und tolle Leute 🙂

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